Hand in Hand (November 2016 – Februar 2017)

Nach den jüngsten Wahlergebnissen sieht man einen besorgniserregenden Aufstieg von rechtspopulistischen Parteien, die plötzlich als Ratsfrauen und Ratsherren die Kommunalpolitik beeinflussen. In den Medien, aber auch im Alltag sind immer mehr diskriminierende Äußerungen gegenüber Geflüchteten, den Einwandern, den Muslimen, der Roma und Sinti zu hören. Insgesamt konzentriert sich die Atmosphäre häufig auf Geflüchtete und Muslime. Der Dialog zwischen den verschiedenen sozialen Gruppen ist zur Zeit sehr angegriffen. Daher möchten wir durch antirassistische und transkulturelle Workshops, durch Dialog mit Geflüchteten und durch gemischte Projektgruppen Brücken bauen.

Unser Projektmitglied Armin verbrachte als Stipendiat von Humanity in Action ein Monat im Menschenrechtsprogramm in Sarajevo und Athen und sammelte jede Menge Input zu Antirassismus-Arbeit und interreligiösen Dialog in der Jugendarbeit, über Konfliktüberwindung und Kommunikation. Wir möchten die Ansätze von Humanity in Action in Hannover umsetzen und durch Information, Diskussion und Dialog Begegnungen und Freundschaften stiften. Vor allem wollen wir demokratiefeindlichen Bewegungen wie Pegida den Wind aus den Segeln nehmen und zeigen, dass Jugendliche in Hannover sich nicht einfangen lassen.

Das Projekt wird filmisch begleitet werden, so dass einige hochaktuelle Themen auch beispielhaft diskutiert, Betroffene eigene Aussagen machen können und am Ende Material entsteht, die zur langfristiger Arbeit mit dem Thema genutzt werden kann. Zusätzlich wird auch eine Fotoausstellung entstehen.

Bei wöchentlichen Gruppenstunden sammeln wir konkrete Fragen zur Lage in Hannover. Danach wollen wir Expert*innen einladen, Fachstellen besuchen, eigene Veranstaltungen und Trainings zu Antirassismus-Arbeit und interreligiösem Dialog anbieten. In Aktionsbündnissen möchten wir unser Engagement für geflüchtete Menschen zeigen und stärken. Unsere Arbeit wollen wir fotografisch und filmisch dokumentieren und über den Projektzeitraum hinaus nutzen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen mitzumachen.

Meldet euch gerne unter: interzentrum@gmx.de
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